0 + 1
Maschineller Ungehorsam:
Der "Fehler" im maschinellen Ablauf, sozusagen die räumliche sowie zeitliche Distanz zwischen "0" und "1" stellt die Komponente und den Ausgangspunkt des lebendigen Elementes dar. Maschinen machen keine Fehler; dieser Satz wird oft genug zitiert, wenn man an Zwischenfälle wie Tschernobyl oder den Absturz der Challenger denkt. Die technoide Umwelt, wie sie auch im Internet zu finden ist, war jahrzehntelang durch diese Maxime geprägt. Algorithmen, basierend auf der Chaostheorie, erlaubten als erstes in der sonst so exakten Wissenschaft der Mathematik, den Anschein von Lebendigkeit zu erzeugen. Auch hier finden wir kein Absolutes, sondern die Annäherung an eindeutige Zustände, wie "0" und "1". Erst die Entdeckung der Quanten, und die daraus resultierende Quantentechnologie, beinhaltend die "fuzzy logic", erlaubt es uns Zwischenzustände zu erklären, den sogenannten maschinellen Ungehorsam, den Geist in der Maschine. Die menschliche Komponente und die soziale Konstruktion der Maschine basiert auf dem Interface, welches die haptische Schnittstelle bzw. die Körperlichkeit des Automaten bedingt. Je ungenauer und rauher die körperliche Oberfläche und Konstruktion gestaltet wird, desto mehr anthropomorphe Emotion entsteht. ("Mein Computer spinnt schon wieder", "So ein süßes Auto",...)

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